Sieh genau, wie viel Marge ein Buchmacher in einen Preis eingebaut hat. Gib die Quoten je Seite eines Marktes ein — wir liefern den Hold des Buchs, seinen Overround und die rohe implizite Wahrscheinlichkeit hinter jedem Ausgang.
| Ausgang | Implizite Wahrscheinlichkeit |
|---|---|
| 1 | 52.4% |
| 2 | 52.4% |
Ein fairer Markt ohne Marge summiert sich immer auf exakt 100% implizite Wahrscheinlichkeit — ein echter Münzwurf steht bei 2,00 / 2,00. Buchmacher bepreisen so gut wie nie auf diese Weise; sie bepreisen etwas knapper, etwa 1,91 / 1,91, sodass die beiden impliziten Wahrscheinlichkeiten zusammen über 100% ergeben. Dieser Überschuss ist der eingebaute Vorteil des Buchs, gängig genannt Vig, Juice, Marge, Overround oder Hold — die Begriffe überschneiden sich im Alltagsgebrauch, aber zwei davon meinen präzise unterschiedliche Dinge.
Overround ist der rohe Überschuss: Σ(1/Quote) − 1. Bei 1,91 / 1,91 ist das (1/1,91 + 1/1,91) − 1 ≈ 4,7%. Hold ist eine etwas andere, nützlichere Zahl: der Anteil eines *ausgeglichenen* zweiseitigen Buchs (gleich viel Geld auf jeden Ausgang), den der Buchmacher als Gewinn behält, 1 − 1/Σ(1/Quote). Beim gleichen Preis 1,91 / 1,91 liegt der Hold bei etwa 4,5% — nah am Overround bei engen Märkten, aber die Lücke wächst, je weiter die Preise von Evens entfernt sind.
Warum das zählt: Hold ist die sauberste einzelne Kennzahl, um zu vergleichen, wie teuer die Preisgestaltung eines Buchmachers ist. Scharfe Bücher wie Pinnacle fahren auf ihren Hauptmärkten typischerweise einen Hold von etwa 2–3%, weil sie über Volumen konkurrieren und scharfe, gut informierte Action akzeptieren. Weiche, auf Freizeitspieler ausgerichtete Bücher liegen häufig bei 5–7% oder mehr, teils zweistellig bei Props, Parlays und Exotenmärkten. Bei sonst gleichen Bedingungen bedeutet ein niedrigerer Hold einen besseren, engeren, schärferen Preis — und einen kleineren Gegenwind, den du überwinden musst, bevor eine Wette überhaupt in Betracht kommt.
Buchmacher-Hold ist der Anteil eines ausgeglichenen zweiseitigen Buchs — gleich viel Geld auf jeden Ausgang gesetzt —, den der Buchmacher als garantierten Gewinn behält. Er berechnet sich als 1 − 1/Σ(1/Quote) über alle Ausgänge eines Marktes und ist der eingebaute Vorteil, den jeder Buchmacher in jeden Markt einpreist.
Overround ist die rohe Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten minus 1 (Σ(1/Quote) − 1). Hold ist eine leicht andere Zahl — der Anteil eines ausgeglichenen Buchs, den der Buchmacher tatsächlich als Gewinn behält (1 − 1/Σ(1/Quote)). Vig und Juice sind informelle Sammelbegriffe, die Leute für beides nutzen. Bei engen Märkten liegen die beiden Zahlen nah beieinander; die Lücke wächst, je weiter die Quoten von Evens entfernt sind.
Das variiert stark nach Markt und Buchmacher. Scharfe, volumenstarke Bücher wie Pinnacle fahren auf ihren Kernmärkten typischerweise etwa 2–3% Hold. Weiche, auf Freizeitspieler ausgerichtete Buchmacher liegen häufig bei 5–7% oder höher, und Props, Parlays und Same-Game-Kombis liegen regelmäßig im zweistelligen Bereich.
Grundsätzlich ja — ein niedrigerer Hold bedeutet, dass der Buchmacher einen kleineren Schnitt nimmt, sodass die Preise näher an der wahren fairen Quote liegen. Aber Hold ist ein Durchschnittswert auf Marktebene, kein Urteil pro Wette: ein Markt kann einen niedrigen Gesamt-Hold haben, während eine bestimmte Seite darin immer noch relativ zur wahren Wahrscheinlichkeit überteuert ist — ein niedriger Hold ist ein gutes Zeichen, aber keine Garantie für Value.